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Ein Drehtag, drei Formate — warum das kein Kompromiss ist

Imagefilm erstellen lassen

Es gibt einen Moment in fast jedem Erstgespräch, in dem wir denselben Satz hören: Wir wollen ein Video, das auf der Website läuft, auf LinkedIn funktioniert — und vielleicht auch auf der Messe gezeigt werden kann. Das klingt nach einem vernünftigen Wunsch. Und er ist es auch. Nur nicht so, wie die meisten Kunden ihn meinen.

Weil hinter diesem einen Wunsch eigentlich drei verschiedene Videos stecken. Und genau das ist keine schlechte Nachricht — sondern eine sehr gute.

Imagefilm erstellen lassen: Warum ein Video nicht drei Plattformen bedienen kann

Stell dir vor, du fotografierst ein Produkt. Das Foto ist gut — scharf, gut beleuchtet, perfektes Motiv. Jetzt willst du dasselbe Bild als Querformat auf deiner Website, als Hochformat auf Instagram und als quadratisches Thumbnail auf LinkedIn verwenden. Das Motiv bleibt identisch. Aber das Format ist jedes Mal ein eigenes Werk.

Bei Video ist das noch dramatischer. Ein 2-Minüter für die Website hat Zeit für Aufbau, Erzählung, Tiefe. Der LinkedIn-Clip mit 60 Sekunden muss in den ersten drei Sekunden verankern, worum es geht — sonst scrollt jemand weiter. Und die 15-Sekunden-Snippets für Reels oder TikTok funktionieren nach einer komplett anderen Logik: kein langsamer Einstieg, kein Abspann, kein Vertrauen aufbauen — nur ein einziger starker Moment.

Wer versucht, all das in einem einzigen Video zu lösen, bekommt am Ende keins davon wirklich richtig.

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Was wirklich passiert, wenn man Imagefilm erstellen lässt — und klug plant

Hier wird es interessant: Der Dreh selbst muss sich nicht verdreifachen. Was sich ändert, ist nicht die Zeit auf dem Set — sondern was im Schnitt daraus entsteht.

Wir haben das zuletzt mit einem mittelständischen Industriekunden durchgespielt. Der Wunsch war klassisch: ein Imagefilm, der alles kann. Was wir vorgeschlagen haben: ein einziger Drehtag, eine Crew, ein Konzept. Aber mit drei klar definierten Outputs im Kopf, bevor der erste Kameramann die Location betritt.

  • Ein 2-Minüter für die Website — mit Intro, Erzählbogen, Schlussszene
  • Ein 60-Sekunden-Clip für LinkedIn — direkter Einstieg, verdichtete Botschaft
  • Drei 15-Sekunden-Snippets für Reels und TikTok — je ein starker Einzelmoment

Das Schöne daran: Die Gesamtkosten lagen kaum über dem, was ein einzelnes Video gekostet hätte. Der Mehraufwand steckt fast ausschließlich im Schnitt — und der ist im Vergleich zum Drehtag der günstigere Teil der Produktion.

Cameraman capturing a scene in a hospital corridor with a professional video camera.

Was kostet diese Mehrformat-Produktion wirklich?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten — es hängt davon ab, wie komplex die Inhalte sind, wie viele Drehtage nötig sind und welche Plattformen bespielt werden sollen. Was wir aus unseren Projekten sagen können: Wer die Formatstrategie vor dem Dreh klärt, zahlt deutlich weniger als jemand, der nachträglich drei separate Produktionen in Auftrag gibt. Der Dreh ist der teuerste Teil — und der passiert nur einmal.

Warum schlechtes Rohmaterial kein Schnitt-Problem ist

In denselben Wochen hatten wir einen anderen Fall: Ein Kunde kam mit selbst gedrehtem Material und dem Wunsch, daraus einen guten Imagefilm schneiden zu lassen. Wir haben uns das Material angeschaut. Das Problem war nicht der Schnitt. Das Problem war das Material selbst.

Falsche Einstellungsgrößen, kein B-Roll, kein einziger Interviewclip, keine Gegenlicht-Kontrolle. Es gibt einen Satz, den wir in solchen Momenten verwenden: Man kann aus einem schlecht belichteten Rohei kein Fünf-Gänge-Menü kochen. Das Material definiert, was im Schnitt möglich ist — nicht umgekehrt.

Das Ende der Geschichte: Der Kunde hat einen halben Drehtag bei uns gebucht, wir haben frisches Material gedreht — und der Film wurde gut. Weil das Fundament gestimmt hat. Studien zeigen, dass 77 % der deutschen Verbraucher lokale und personalisierte Inhalte bevorzugen und die Mehrheit authentische Inhalte gegenüber klassischer Werbung bevorzugt (Explainpitch-Studie).

Batch-Shooting: Wie 8 Reels in zwei Drehtagen entstehen

Ein weiteres Modell, das wir gerade häufiger umsetzen: monatliche Reels im Block produzieren. Statt wöchentlich zu drehen, kommen Crew und Kunde zwei Tage zusammen — mit klarem Konzept, vorbereiteten Locations und einem Storyboard pro Clip. In zwei Tagen entstehen so locker acht bis zwölf Reels, die dann über den ganzen Monat ausgespielt werden.

Für Kunden hat das einen klaren Vorteil: Sie müssen sich den Monat über nicht um Content-Produktion kümmern. Für uns bedeutet es ruhigere Schnittphasen und konstantere Qualität — weil Licht, Ton und Set an einem Tag konsistent sind, statt jede Woche neu aufgebaut zu werden.

Wer seinen Social-Media-Video-Retainer so strukturiert, bekommt mehr für sein Budget — nicht durch Tricks, sondern durch bessere Planung. Mehr dazu, wie wir solche Produktionen aufsetzen, findest du auf unserer Seite zur Reels Agentur.

Was Recruiting-Videos mit all dem zu tun haben

Noch ein Thema, das uns gerade häufig begegnet: Unternehmen die einen teuren Hochglanz-Imagefilm hatten — und auf Social Media damit komplett gescheitert sind. Die Produktion war gut. Das Ergebnis war professionell. Aber die organische Reichweite: null.

Das Muster sehen wir regelmäßig, besonders bei Recruiting-Videos. Der Algorithmus auf Instagram oder TikTok belohnt Content, der wirkt wie organischer Content. Wenn ein Recruiting-Video aussieht wie ein Werbespot aus dem Jahr 2015 — mit Hochglanz-Grading, Teleprompter-Texten und dramatischer Musik — scrollt die Zielgruppe dran vorbei. Nicht weil die Produktion schlecht war. Sondern weil sie falsch war für den Kanal.

Was funktioniert: echte Mitarbeiter, echte Szenen, Handheld-Look. Nicht wackelig um des Wackelns willen — sondern authentisch genug, dass es sich nach Mensch anfühlt, nicht nach Kampagne.

Das gilt übrigens genauso für den 15-Sekunden-Snippet aus dem großen Imagefilm-Drehtag. Wenn der Clip zu glatt ist, stirbt er auf der Plattform. Wenn er atmet — wenn er einen echten Moment zeigt, kein gestelltes Bild — dann hat er eine Chance.

Das ist der Unterschied zwischen einem Video das funktioniert — und einem das auf der Plattform unsichtbar bleibt. Genau deshalb denken wir bei Outreel immer vom Kanal her: Was muss dieser Clip auf dieser Plattform leisten — und erst dann, wie sieht er aus.

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